My favorite
My favorite

Ein Tanka ist eine sehr alte (mind. 1.300 Jahre alt) reimlose japanische Kurzgedichtform. Er ist älter als der Haiku, welcher sich aus dem Tanka entwickelt hat. Ähnlich wie beim Haiku, gilt auch beim Tanka der Augenblick, die Momentaufnahme. Während in Japan ein Tanka meistens in einer Zeile geschrieben wird, gilt in Deutschland die Verteilung auf 5 Zeilen mit 5-7-5-7-7 Silben.

(Infos aus Wikipedia)

 

Ein Tanka zu schreiben reizt mich mindestens genauso wie ein Haiku zu verfassen, aus den selben Gründen, die ich schon unter "Haiku" erwähnt habe.

UNGEDULD

 

Das Grau des Himmels,

durchgehend ohne Lücken,

trostlos die Landschaft.

 

Mensch, Natur ungeduldig,

verlangen nach Helligkeit.

© 2011

FREI

 

Diese Bildfetzen,

schon weg bevor sie da sind,

flatterhaft im Geist,

 

Keine Wurzeln, frei schwebend,

Leichtigkeit beibehaltend...

© 2011

SCHNEEFLOCKEN

 

Im Winter leise,
sanft legt ihr euch auf alles,
erobert friedlich,

Himmelstore weit offen,
ist bereit, lässt euch gehen...

© 2009

DIE FLEDERMAUS

 

Lautlos durch die Nacht,
die Dunkelheit deine Welt,
fliegst, jagst und lebst stolz,

Ein Hauch von dir sieht der Mensch,
scheinbar, nur wenn du es willst...

© 2009

GRÜN UND WEISS

 

Das Grün der Tanne,
im Winter noch immer satt,
Kontrast zu dem Weiss.

Die Symbiose beider,
sind bewusst um der Schönheit...

© 2009

FALLENDE BLÄTTER

 

Die Herbstzeit ist da,
die Blätter krallen sich noch,
doch kein Halten mehr,

werden sanft aufgenommen,
begrüßt vom Schoß der Erde...

© 2009

NEBEL

 

Der Nebel legt sich,
bedeckt mit seiner Schleier,
versteckt die Natur,

sowie der Nebel in mir,
der verschleiert mein Gefühl...

© 2009

OKTOBER

 

Die Herbstsonne strahlt,
für ein, zwei Atemzüge,
grau hat das Sagen,

Die Sehnsucht nach dem Sommer,
erfüllt mich, doch noch weit weg...

© 2009

BESUCH DES VOGELS

 

Schaue raus von drin,
vor mir steht der Baum im Herbst,
die Blätter noch da,

der Vogel bleibt treu dem Baum,
gleich ob grün, ob braun, ob kahl...

© 2009